Bereitschaftspflegefamilien geben Kindern in einer schwierigen Lebensphase Schutz, Sicherheit und einen verlässlichen Alltag. Dafür braucht es keine perfekte Familie, sondern Menschen, die offen, belastbar und bereit sind, ein Kind für eine begrenzte Zeit aufzunehmen.

Wer sich für Bereitschaftspflege interessiert, bringt oft viele Fragen mit. Wie läuft eine Aufnahme ab? Was muss ich mitbringen? Wie werde ich vorbereitet? Genau dafür gibt es bei uns ein strukturiertes Eignungsverfahren und eine enge fachliche Begleitung.

Uns ist wichtig, dass Familien gut vorbereitet in diese Aufgabe hineinwachsen können. Bereitschaftspflege ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, aber niemand muss sie allein bewältigen.

💡 Wichtig zu wissen: Bereitschaftspflege ist eine zeitlich befristete Aufgabe. Kinder bleiben in der Regel einige Wochen bis wenige Monate in der Bereitschaftspflegefamilie, bis ihre weitere Perspektive geklärt ist.

Häufige Fragen zum Weg zur Bereitschaftspflegefamilie

Bereitschaftspflegefamilien können Paare oder Einzelpersonen sein – mit oder ohne eigene Kinder. Entscheidend sind eine stabile Lebenssituation, Offenheit, Belastbarkeit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Hilfesystem.

Wichtig sind Feinfühligkeit, Verlässlichkeit, Flexibilität, Reflexionsfähigkeit und die Bereitschaft, auch mit Unsicherheit, Übergängen und Abschieden professionell umzugehen.

Der Weg beginnt mit einem unverbindlichen Erstkontakt. Danach folgen Gespräche, Hausbesuche, eine Schulung und eine gemeinsame Einschätzung, ob die Bereitschaftspflege zu Ihrer Lebenssituation passt.

Schritte im Überblick:

  1. Erstkontakt (telefonisch oder per E-Mail)
  2. Kombiniertes Erstgespräch und Hausbesuch
  3. Weitere Hausbesuche zur Vertiefung
  4. Schulung (Bindung, Trauma, Kinderschutz, Selbstfürsorge)
  5. Auswertungsgespräch
  6. Eignungseinschätzung
  7. Pflegeerlaubnis durch das Jugendamt

Die Schulung vermittelt wichtiges Wissen zu folgenden Themen:

  • Bindung und Trauma bei Kindern
  • Kinderschutz und Kindeswohl
  • Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien
  • Gestaltung von Umgangskontakten
  • Selbstfürsorge und Resilienz

Bereitschaftspflegefamilien werden durchgehend fachlich begleitet. Dazu gehören regelmäßige Gespräche, Beratung in Krisensituationen, Fallreflexion und enge Abstimmung mit dem Jugendamt.

Sie sind nie allein – unsere Fachberatung ist für Sie da, wenn Sie Fragen haben, Unsicherheiten auftreten oder schwierige Situationen bewältigt werden müssen.

Ein Erstgespräch bietet Ihnen die Möglichkeit, Fragen zu klären, einen Einblick in die Hilfeform zu bekommen und Ihre eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen – ohne Verpflichtung.

Es ist völlig normal, zunächst nur Informationen einzuholen. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und geben Ihnen einen ehrlichen Einblick in die Aufgaben und Herausforderungen der Bereitschaftspflege.

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